FREIE UNIVERSITäT OBERHAUSEN

TERMINE

Aktuelle Termine: 

Montag, 20. Mai, 17 Uhr, Supermarkt der Ideen (Goebenstraße 83)
Fakultät II - FabLabs & 3D-Druck - es geht ans Bauen!

Dienstag, 21. Mai, 18.30 Uhr, Kino im Walzenlager (Hansastraße 20)
Fakultät I - Kino selber machen, Planung einer eigenen Vorführung

Dienstag, 21. Mai, 18.30 Uhr, Turm des Oberhausener HBF + Mittwoch, 22. Mai, 17.30 Uhr, Druckuft
Fakultät II - Straßenkunst in Theorie und Praxis 

Donnerstag, 23. Mai, 16-20 Uhr, Feierabendmarkt (Saporoshje-Platz)
Fakultät I - FUni goes Feierabendmarkt!

Donnerstag, 23. Mai, 16.20 Uhr, Unterhaus (Karl-Friedrich-Str.4)
Fakultät I - Die Stadt ist weiblich - auf den Spuren starker Frauen in OB

Samstag, 1. Juni,  18.00-20.00 Uhr, Kino im Walzenlager (Hansastraße 20)
Fakultät III - Filmabend "Frauen im Abseits"

Dienstag, 4. Juni, 18.30 Uhr, Oberhausen + Mittwoch, 5. Juni, 17.30 Uhr (Orte werden noch bekannt gegeben)
Fakultät II - Straßenkunst in Theorie und Praxis (Street Art & Murals)

Ihr habt Fragen? Oder wollt euch für einzelne Termine und den Newsletter anmelden?
Alle Anliegen einfach per Mail an uni@kitev.de!

DAS PROJEKT

Liebe Ruhris, liebe Oberhausener*innen,
die Freie Universität Oberhausen versteht sich als Universität von unten, aus dem Quartier, für die Stadt und das Revier. Sie wurde ins Leben gerufen von KITEV (Kultur im Turm e.V.) und wird über das Bundesprogramm UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier gefördert.
Über das Programm unter dem Motto “VIELFALT ist unsere Heimat”, das bis in den Herbst hinein läuft, halten wir euch an dieser Stelle auf dem Laufenden. Sich einschreiben und mitmachen kann und soll jedermann/-frau - kein Vorwissen erforderlich! Das komplette Kursangebot ist kostenfrei und wird geleitet und realisiert durch Akteur*innen aus sozialer Arbeit, Kunst und Kultur, verstärkt durch externe Referent*innen.

RüCKBLICK: DEBATTIERCLUB NR. 1

Am 29. April 2019 lud die Freie Universität Oberhausen zum ersten Debattierclub der philosophischen Fakultät V. Dabei stand die Frage im Raum, ob linke Religionskritik zu einseitig sei, mit besonderem Augenmerk auf dem Streitpunkt "Islam". Auf dem Podium saßen der Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Mülheim, Hasan Tuncer, sowie die hessische Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann-Marschall und der sozialistische Aktivist Dennis Graemer, die sich den Fragen des Bloggers Schmalle stellten, der mit Florian Giersch die philosophische Fakultät als Dekan leitet. 

Schnell war man sich einig, dass vor allem konservative und reaktionäre islamische Verbände für sich den Anspruch stellen, für alle Muslim*innen im Land zu sprechen, obwohl sie nur einen Bruchteil dieser statistisch vertreten. Dass gerade anti-klerikale linke Organisationen in den letzten Jahren reaktionären und teils islamistischen Akteur*innen immer wieder eine Bühne als auch solidarische Aktionen geboten haben, wurde genauso kritisch genannt, wie die Unterwanderung beinahe aller großen Parteien durch die türkisch-rechtsradikalen Grauen Wölfe.
 
Hasan Tuncer erklärte, dass er sich insbesondere als kurdisch-stämmiger Mensch durch die Partei DIE LINKE verraten sähe und nicht verstehen könne, dass Menschen wie Christine Buchholz in so einflussreichen Positionen in der Partei, das Ansehen aller Linker nachhaltig beschädige. Herrmann-Marschall wies daraufhin, dass Millionen von Euro an staatlichen Geldern an offen islamistische Organisationen teils über Demokratie-Projekte fließen würden, was einer ideologischen Bankrotterklärung gleich käme.

Streibar wurde die Runde, als Dennis Graemer zu Protokoll gab, dass eine linke Bewegung für ihn grundsätzlich atheistisch ausgerichtet seien sollte, wobei er mit Nachdruck darauf verwies, dass der Staat jegliche Kooperation mit den Kirchen beenden müsse. Auch das Publikum diskutierte leidenschaftlich und kontrovers mit. Wenn dieser Abend eines zeigte, dann, dass eine gesunde Demokratie eine aktive Streitkultur benötigt, in der Menschen auf Augenhöhe miteinander reden.

Der nächste Debattierclub findet am 06. Mai 2019 ab 19.30Uhr im Supermarkt der Ideen in der Goebenstr. 83 in 46045 Oberhausen statt. Dieses Mal wird es um die Frage gehen, ob deutsche Schulen einen Religions- oder Ethikunterricht benötigen. Zu der Fragen werden Repräsentant*innen der Jusos, Jungen Liberalen und Jungen Union streiten und debattieren.

FAKULTäT II – LEBEN & BESITZEN

In Zeiten des fortschreitenden Strukturwandels in vielen Ruhrgebietsstädten hat auch Oberhausen mit vielen Problemen zu kämpfen. Der immer schneller werdende technische Fortschritt und das Absterben vieler alter In- dustriezweige haben zu einer gewissen Orientierungslosigkeit geführt, welche sich tief in das Bewusstsein der Bewohner gefressen hat. In Zeiten wie diesen bekommt der Begriff „Heimat“ nochmal eine besondere Bedeutung, vor allem wenn man miterleben kann, wie die Lebensqualität seit Jahren stagniert und der Fortschritt an unserem Zuhause vorbeizuziehen scheint.

Angesichts maroder Infrastruktur und fehlenden Geldes stellt sich immer öfter die Frage, ob man der Stadt nicht auch persönlich unter die Arme greifen kann, um sie zu verschönern, bunter zu machen und nachhaltiger zu gestalten. In unserer Fakultät wollen wir uns die Frage stellen, wem die Stadt eigentlich gehört und was wir als Bürger*innen unternehmen können, um unser alltägliches Umfeld attraktiver zu gestalten.

Können wir der Stadt unseren Stempel aufdrücken, um sie in einem positiveren Licht erscheinen zu lassen? Und wenn ja, wie gehen wir das an? Zu diesem Zweck bieten wir euch drei sehr unterschiedliche Seminare an.

Welche das sind? Alle Infos hier im kommentierten Vorlesungsverzeichnis.

Auf eure Einschreibung (formlos unter uni@kitev.de) freuen sich:

Sarah, Julia, Markus, Boris, Simon, Aaron.St & Gäste

P.S.: Erstes Treffen des Urban Gardening Seminars am 10.4. um 18 Uhr im Unterhaus!

LEBEN & BESITZEN: WEM GEHöRT DIE STADT?

FAKULTäT I – HEIMAT VIELFALT

HEIMAT VIELFALT: WER IST DIE STADT?

Fakultät 1 – Das Lehrpersonal beschreibt´s so:

VIELFALT ist unsere Heimat – die Installation, die seit einigen Monaten auf dem Oberhaus erstrahlt, hat das Stadtbild verändert und Debatten angestoßen. Ob auf der Durchreise oder bei der Bewegung durch die Stadt, der Schriftzug in direkter räumlicher Nähe zum Hauptbahnhof fällt ins Auge und trifft ins Herz.

Folgerichtig beschäftigt sich die Fakultät I mit Heimat Vielfalt als Leitgedanken unserer Freien Universität. Wir wollen uns Oberhausen und dem Revier annähern – über Stimmen, Filme, Persönlichkeiten und Begegnungen. Wir wollen Geschichten ergründen und uns auf die Suche machen nach der Vielfalt in all ihren Facetten. Und vor allem wollen wir mit unseren Studierenden und Aktionen raus in die Stadt.

Schließt euch an und schreibt euch ein! Glück auf!